Wettlauf gegen die Zeit

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Ich male mir in meinem Kopf Pläne aus,

setze mir Unmengen an Zielen und gerate darüber in ein Chaos

in dem ich letztendlich nichts abgehakt bekomme und keinen Zentimeter vorankomme.

Und die Zeit läuft weiter, ich habe das Gefühl, sie zu verschwenden,

sie falsch zu nutzen, mir rauben zu lassen und zu wenig davon zu haben.

Es macht mir Angst, dass sie vergänglich ist und ich nichts dagegen tun kann.

Es macht mir Angst, Chancen zu verpassen, Dinge hinter mir zu lassen- die Zeit verstreicht und ich vertreib sie mir mit Grübeleien.

Und während ich das hier schreibe tickt die Uhr und ich muss eigentlich los,

aber ich komme von dem Gedanken nicht los, dass Zeit eigentlich ein Konstrukt ist

und dass es mich trotzdem unter Druck setzt.

Denn ich habe das Gefühl, genau jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für all meine Ideen,

für das was ich sein will und das was ich machen möchte.

Aber es ist ein Punkt, und der ist zu klein im Vergleich zu den Zeiträumen, die vor mir liegen.

Ich würde gerne mal das Zeitgefühl für einen Moment verlieren,

um mich im Moment zu verlieren.

Ich will Ruhe und Sturm zugleich, will Endlichkeit aber keine Unsterblichkeit,

will mehr von allem und habe eigentlich längst genug davon,

immer wieder und wieder renne ich den Zeigern hinterher,

denn es ist schwer im Wettlauf gegen die Zeit zu sein,

statt mit ihr zu gehen

und so bleibe ich einfach stehen.

Lasse Minuten und Stunden vergehen und atme tief ein,

und vergesse meine Pläne für den Sekundenbruchteil…

denn so einfach kann manchmal Zeitlosigkeit sein.

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