Stressbewältigung: Meine „Alltagsanker“

Das alte Jahr ging und das neue kam mit Stress, wie ich bereits im letzten Beitrag erwähnt habe. Ich will jetzt auch gar nicht anfangen darüber zu meckern, was ich im Moment alles zu tun habe, denn ich glaube jeder hat diese Phasen. Und völlig egal, ob andere „noch mehr“ machen oder was Stress objektiv bedeuten mag,  jeder weiß selbst am besten, wann er oder sie sich ausgepowert und überfordert fühlt und das kann aus den unterschiedlichsten Gründen sein. Ich habe in letzter Zeit gemerkt, wie wichtig in solchen Momenten die „kleinen Freuden des Alltags“ sind- also wie wichtig es ist, für mich selbst Routinen und Augenblicke zu erschaffen, die jeden noch so hektischen und anstrengenden Tag angenehmer machen. Die mir morgens etwas geben, worauf wir ich mich freuen kann, die mich inmitten des Chaos durchatmen lassen. Ich nenne sie „Alltagsanker“, weil ich mich an ihnen festhalten kann, wenn ich das Gefühl habe die Anforderungen der Welt reißen mir den Boden unter den Füßen weg. Weil ich mich an sie klammer, wenn das Leben mich aufwirbelt.  Es handelt sich um Dinge, die wir oft als selbstverständlich oder Banalitäten wahrnehmen, aber ich habe mein Augenmerk darauf gerichtet, wie viel sie mir geben und wie sie mir helfen, wenn ich sie nur bewusst wahrnehme und einsetze.

  1. Sport. Das soll jetzt auf keinen Fall ein „Fitnessmotivation“ (:D) Beitrag werden- jeder muss für sich selbst wissen, ob Sport für ihn nur eine zusätzliche Belastung darstellt oder helfen kann. Und bei mir ist letzteres der Fall. Gerade wenn ich vom Kopf her ausgelaugt bin, brauche ich die Bewegung als Ausgleich. Das körperliche Auspowern hilft mir, die hektischen Gedanken für den Zeitraum auszublenden. Und über das Gefühl nach einem absolvierten Training muss ich glaub ich nicht viel sagen- es gibt kaum etwas Besseres.

work

  1. Schreiben. Egal ob es nur ein kleiner Spruch ist, ein Gedankenfetzen, ein paar Notizen, schreiben hilft mir immer! Es gibt für mich nichts Schöneres, als mein Chaos im Kopf irgendwo festzuhalten und in Worte zu packen 🙂

 

  1. Kleine Belohnungen. Wenn ich besonders viel erledigt oder einen ganz heftigen Tag hinter mir habe, hilft es mir, mir für danach kleine „Belohnungen“ zu überlegen. Das kann zum Beispiel etwas Leckeres zu essen oder eine Folge meiner Lieblingsserie sein. Das sind natürlich Sachen, die ich sonst im Alltag auch einfach so mache (also, lecker essen oder mal eine Serie gucken, wäre wohl auch traurig wenn nicht 😀 ), aber wenn ich mir es gezielt als Belohnung setze habe ich etwas, worauf ich mich freuen kann, wenn der Tag sich in die Länge zieht und ihm irgendwie einen schönen Abschluss verpassen.
  2. Die Liebsten. Ich bin leider unfassbar schlecht, was das Beantworten von Nachrichten angeht. Und zum Glück wissen das inzwischen die Leute, die mir wirklich wichtig sind und werden es nicht persönlich nehmen. Aber auch wenn ich das Antworten oft verpeile, ich freue mich umso mehr über jede liebe Nachricht, über jede kleine Nachfrage, wie es mir geht. Und ich bin wirklich bemüht, auch selber besser darin zu werden. Denn: Genauso, wie es gut tut, wenn Leute sich bei mir melden, tut es mir auch gut, meinen Liebsten ab und zu mal zu sagen, wie wichtig sie mir sind. Denn auch wenn sie es alle wissen (sollten), ist so ein kleiner Reminder doch immer etwas Schönes. Und grade in stressigen Zeiten ist es doch wunderbar, sich bewusst zu machen, wie viele tolle Menschen man um sich hat ❤

So, das sind wohl die wichtigsten Dinge für mich, meine Alltagsanker. Ohne sie wäre ich wohl schon das ein oder andere Mal im Stress ertrunken!

Ein Gedanke zu “Stressbewältigung: Meine „Alltagsanker“

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