Travel Diary Antwerpen: Mutter Tochter Camping Kurztrip

Wer mir auf Instagram folgt, ist wahrscheinlich in meinen Stories nicht drum herum gekommen: ich war das Wochenende mit meiner Mutter unterwegs. Anlass war 1. dass ich unbedingt weg wollte und ein bisschen Abstand vom Bachelorarbeit schreiben brauchte und 2. das neue Pössl Wohnmobil meiner Eltern . Mamas ganzer Stolz, ein rotes Reisemobil, getauft auf den Namen Kurt. Für mich stand Antwerpen schon lange auf der Travellist, also habe ich die Chance genutzt und meine Mutter überzeugt, das Wochenende dort zu verbringen. Was Mutter und Tochter on Tour so erlebt haben und was meine persönlichen Antwerpen Tipps sind, habe ich hier mal für euch in ein „kleines“ Travel Diary gefasst (welches Dank meiner Mutter, die sich aufopfernd als Fotografin engagiert hat, zum Glück auch größtenteils ein Picture Diary ist).

 

Tag 1: Unverhofft kommt oft- ein schöner Start in Duisburg

Meine Eltern kommen aus Iserlohn und ich studiere und wohne ja in Bonn. Daher kam die Idee auf, sich schon einen Abend vorher zu treffen und morgens gemeinsam Richtung Antwerpen zu starten. Was eigentlich rein praktisch gedacht war, endete spontan und unerwartet in einem echten Erlebnis. Wir haben uns in Duisburg getroffen- nicht gerade ein Ort, an den wir besonders hohe Erwartungen hatten. Übernachtet haben wir im Landschaftspark und zu unserer Freude gab es an dem Abend dort neben der beeindruckenden Lichtinstallation außerdem eine Veranstaltung mit Musik und Food Ständen.

 

Tag 2: Antwerpens Sehenswürdigkeiten- einmal das volle Programm

Freitag Morgen ging es dann los Richtung Antwerpen. Die Auswahl an Campingmöglichkeiten ist etwas begrenzt, wir haben auf dem Camping de Molen übernachtet. Ich würde den Platz als…funktional bezeichnen 😀 Um hier wirklich Zeit zu verbringen, ist er wohl nicht geeignet, aber um fußläufig von Antwerpen eine bezahlbare Übernachtungsmöglichkeit zu finden, ist es optimal.

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(Hier seht ihr übrigens unseren Stellplatz BEVOR eine Horde von zwanzig feierwütigen Jungs direkt hinter uns ihre Zelte aufschlug 😀 Aber naja, ich hatte sowieso keinen Erholungsurlaub erwartet :-D)

Wir sind dann direkt nach Antwerpen gelaufen. Für Fußgänger und Radfahrer führt ein unterirdischer Tunnel von der einen auf die andere Seite der Schelde und somit direkt ins Zentrum der Stadt.

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Das hat irgendwie etwas Gruseliges, war aber auch ein Erlebnis.

Im Zentrum angekommen, haben wir uns direkt auf die Suche nach „Frühstück“ (es war inzwischen nach 13 Uhr) gemacht und sind dann ganz klassisch im Le Pain Quotidien gelandet.

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Leider ist es etwas teuer dort, aber es hat wirklich sehr gut geschmeckt und man sitzt auch total gemütlich 🙂

Danach ging es dann los Richtung Liebfrauenkathedrale und Grote Markt. Auf dem Weg dorthin haben wir noch zwei kleine Zwischenstopps in den Secondhandläden episode und The Melting Pot gemacht- ich fand beide ganz cool, aber eher zum Gucken als zum Kaufen 🙂

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Danach waren wir dann, wie gesagt, am Grote Markt, bei dem auch das Rathaus und der Brabobrunnen zu finden sind.

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Von dort sind wir ein wenig durch die Seitenstraßen geschlendert und an der Stadtbibliothek raus gekommen. Auch ein sehr schöner und überraschend ruhiger Platz 🙂

Wir haben uns dann noch die Kaizerkapel angeschaut und von da einen Abstecher zur Uni gemacht. Antwerpen hat echt einen schönen und total gepflegten Campus mit einer großen Wiese 🙂

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im Anschluss ging es für uns auf die Meir, eine Einkaufsstraße. Dort findet man eigentlich alles, von H&M über Pull&Bear hin zu Urban Outfitters, Weekday und Monki. Groß shoppen wollten wir nicht, wir sind nur ein wenig rumgeschlendert und haben uns dann ein Eis bei Australian Homemade Ice Cream gegönnt 🙂

Danach sind wir zum Bahnhof gelaufen und ich muss sagen- ich glaube der Antwerpen Hauptbahnhof gehört zu den schönsten, die ich kenne 🙂 Außerdem war er überhaupt nicht dreckig oder überlaufen, es herrschte ein angenehmes Treiben, aber wenig Hektik. So konnten wir auch ein paar schöne Fotos machen 🙂

Wir haben noch einen kleinen Abstecher im Stadtpark gemacht und sind von dort aus nachhause gelaufen (fast eine Stunde Fußweg, aber hey, wir waren ja noch nicht genug rumspaziert :-D).

Wieder auf der anderen Seite der Schelde haben wir den Sonnenuntergang mit Blick auf das Zentrum von Antwerpen genossen- ein schöner Abschluss des anstregenden Tages 🙂

Tag 3: Antwerpens Kunst und (Feier)kultur

Nach einer weniger erholsamen Nacht (ich hatte ja die Jungstruppe gerade schon erwähnt…) ging es morgens etwas müde, aber trotzdem motiviert, wieder los Richtung Zentrum. Dieses Mal haben wir, statt des Tunnels, die Fähre genommen, mit der man kostenlos in ca. 5 Minuten auf die andere Seite gebracht wird 🙂

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Dort angekommen sind wir in Richtung des Ortteils Zuid gelaufen- ein recht hippes, künstlerisches Viertel. Dort gab es für uns dann erst einmal Brunch im Tinsel, ein total süßes, kleines Café mit einer tollen Auswahl an healthy/veganen/hipster Optionen.

Von da aus haben wir Zuid ein wenig erkundet und ich bin dann in das Fotomuseum gegangen. Ich bin sonst kein großer Museumsfan, aber das Ganze war eher eine Galerie und ich fand es total inspirierend- kann ich nur jedem, der sich für Fotografie interessiert, ans Herz legen 🙂

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Von dort aus führt der Weg zurück ins Zentrum direkt über die Kloosterstraat. Dort reiht sich Concept Store an Antiquariat an Kunstausstellung. Es lohnt sich auf jeden Fall, dort ein bisschen rum zu schauen und von Laden zu Laden zu schlendern- es gibt sooo viel zu entdecken 🙂

 

Danach ging es weiter zum MAS, das Museum aan de Stroom. Dort kann man auch einfach, ohne Eintritt zu bezahlen, die Aussichtsplattform besuchen. Da meine Mutter und ich beide nicht in die Ausstellung wollten, haben wir uns also dazu entschieden, einfach die Aussicht zu genießen- und das komplett kostenfrei 🙂 Würde ich auch jedem empfehlen!

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Danach ging es zurück Richtung Grote Markt. Zufällig fand genau an dem Abend am daneben gelegenen Groensplaats ein Food Festival statt. Wir haben also erst eine Kleinigkeit gegessen und dann, völlig spontan, mitten im Zentrum Antwerpens, ein wenig feiern können. Es wurde Musik aufgelegt, es gab Bier und es wurde viel getanzt. Das Ganze mit Blick auf die Liebfrauenkirche, bei angenehm mildem Wetter und mit einer total bunten Mischung aus Menschen. Das war super schön und mein persönliches Highlight des Kurztrips 🙂

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Tag 4: Rückreise mit Zwischenstopp in Venlo

Sonntags war dann unser Abreisetag, aber da wir noch nicht wirklich nachhause wollten, haben wir einen Zwischenstopp in Venlo eingelegt.

Dort gab es- wie zu erwarten- erstmal Brunch, und zwar im Bagels&Beans.

(Und ja, ich hatte Porridge und keinen Bagel, no judgement please, es klang irgendwie noch ansprechender :-D)

Danach sind wir durch die Straßen geschlendert, haben ein wenig hier und da gestöbert, aber nicht richtig geshoppt. Ich brauche wirklich nichts momentan und ich fand es total entspannend, einfach mal, ohne Druck und Kaufzwang, zu schauen 🙂

Wir haben dann auch noch ein bisschen das tolle Wetter an der Maas genossen und Sonne getankt.

Was man ja aber dann doch immer braucht, sind Lebensmittel, die man bei uns nicht bekommt 😀 Somit ging es noch in den großen Supermarkt „Die Zwei Brüder von Venlo“. Dort war es wirklich super voll und das Angebot war auch etwas erschlagend. Ich fand es ganz schön, ein paar „außergewöhnliche“ Sachen mitzunehmen, habe aber gar nicht allzu viel gekauft 🙂

Insgesamt war das ein toller Abschluss eines sehr anstregenden aber vor allem unfassbar schönen Kurztrips. Was ich vor allem daraus mitgenommen habe ist: Ich hatte vorab einiges geplant und mir Sehenswürdigkeiten, Cafés etc. rausgesucht, aber trotzdem hatte ich keinen strikten Ablauf im Kopf. Und das hat sich als genau richtig erwiesen: es war super, ein paar Anlaufpunkte und schöne Ziele zu haben, aber dadurch, dass wir auch „Luft“ hatten, konnten so Abende wie am Samstag zustande kommen- und oft passieren die besten Erlebnisse dann doch spontan 🙂 

 

 

 

(Der Beitrag enthält Namen/Ortsangaben etc., aber keine Kooperationen 🙂 )

 

 

Ein Gedanke zu “Travel Diary Antwerpen: Mutter Tochter Camping Kurztrip

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