Herzöffner

 

Kennt ihr das, diese Kleinigkeiten, die euch zum Lächeln bringen? Ich habe schon mal einen Beitrag geschrieben über meine Alltagsanker, Dinge die mir helfen, in stressigen Zeiten runterzukommen und mich trotz der Hektik durchatmen lassen. In diesem Text soll es eher um Dinge gehen, die unbewusst passieren, mir aber trotzdem regelmäßig ein kurzes (oder auch längeres) Gefühl kompletter Zufriedenheit verschaffen. Bestimmt teilen wir manche und jeder hat auch seine ganz persönlichen kleinen Augenblicke, die ihm oder ihr das Herz öffnen J

 

Glücklich,
wenn sich die Sonne durch die Wolken wagt und den Winter vertreibt,
wenn es leicht ist aufzustehen, weil ich genug Schlaf bekommen habe,
wenn wir reden und ich dir die Wahrheit sage,
wenn du mich verstehst, auch wenn du die Welt etwas anders siehst,
wenn die Tinte aufs Papier fließt und ich schreiben kann,
wenn ich dann auch noch die richtigen Worte finde,
wenn ich blindes Vertrauen erfahre,
und wenn ich Vertrauen schenken möchte,
wenn es nach frisch gemähtem Rasen riecht
und deine Hand vorsichtig in meine kriecht,
wenn ich denke es kann grad alles so bleiben,
weil es sich gut anfühlt,
wenn mich Mut erfüllt und ich den ersten Schritt mache,
wenn mein Spiegelbild und ich uns mal einig sind
und ich in einem Kompliment ein Fünkchen Wahrheit find‘,
wenn ich verzeihe und mir verziehen wird,
wenn ich mich traue durchzuatmen und hinzunehmen,
wenn ich akzeptieren kann, verlieren kann,
aber wenn ich auch mal gewinne,
wenn in der Tasse Kaffee genug Schaum für mich ist,
wenn ich inmitten der Masse ein Lächeln erwisch,
wenn der Tag lang und anstrengend war und ich endlich nachhause komme
und es nichts zu tun gibt
nur dich und mich
mit geöffneten Herzen

 

 

 

Portrait by Kai 

Watch by Cluse 

4 Tage, 2.000 Fotos, 100.000 Schritte : Rom Travel Diary

Ein Urlaub, der eigentlich der Erholung zwischen Vollzeit Praktikum und Bachelorarbeit dienen sollte: vier Tage Rom. Aber schickt man einen Hobbyfotografen und eine eifrige Instagrammerin auf Reisen, dann gibt es nur eine Priorität: jeden hübschen Spot in der gesamten Stadt abklappern, am besten komplett zu Fuß (insgesamt sind wir innerhalb Roms vielleicht drei oder vier Mal Metro/Bus/Straßenbahn gefahren) um auch ja nichts zu verpassen. Zwischendurch Stärkung durch Kaffeepausen und weiter geht’s. Schön war es- anstrengend, aber wunderschön! Kai, danke für den besten „Urlaub“, den ich mir hätte vorstellen können 🙂

In einem kleinen Travel Diary habe ich für euch unsere besten Momente festgehalten. Ich versuche mich auch halbwegs kurz zu fassen, da wir einfach genug Fotos gemacht haben, die viel aussagekräftiger sind als viele Worte 🙂

 

Tag 1

Nach kurzen Startschwierigkeiten auf Grund des Streiks am Flughafen sind wir dann doch noch sicher an unserem Hotel angekommen- allerdings erst nachmittags und schon ganz schön erschöpft. Von da aus ist es ein ganzes Stück mit dem Zug in die Innenstadt, deswegen haben wir beschlossen, am ersten Tag in Frascati zu bleiben, dem Ort unterhalb unseres Hotels, der Villa Grazioli  . Das war schon ein ordentlicher Fußmarsch und auf jeden Fall genug für den ersten Nachmittag.

 

 

Tag 2

Hochmotiviert und total gespannt ging es dann am Morgen endlich nach Rom. Gestartet am Kolosseum haben wir an diesem Tag wirklich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert, und das größtenteils zu Fuß. Erst Kolosseum, dann Vatikan (aber nur kurz von außen, ich habe das komplette Programm schon mit der Schule hinter mir), Piazza Navona, Pantheon, Trevi Brunnen…manches davon haben wir später aber nochmal gemacht, da es einfach zu voll für Fotos war 🙂

 

Tag 3

Der dritte Tag war etwas kühler und regnerisch. Wir sind vom Roma Termini vorbei am schönen Piazza Venezia mit dem Altare della Patria spaziert und waren dann in der Fox Gallery. Ein super süßer Laden für Kunst, Literatur etc.

Da es stärker anfing zu regnen sind wir danach mit dem Bus zu meinem absoluten Favoriten gefahren: Das Katzencafé Romeow. Dort gibt es vegane Getränke und Speisen und vor allem niedliche Katzen. Auch die Einrichtung ist total schön, einfach ein toller Ort, um ein bisschen vor dem schlechten Wetter zu flüchten.

Danach sind wir zur Spanischen Treppe gefahren. Der Regen war schwächer und nicht mehr unangenehm, aber noch stark genug, um einige Touristen zu vertreiben, sodass wir in Ruhe ein paar schöne Fotos schießen konnten 🙂 Also kleiner Tipp: Den leichten Regen nicht scheuen, sondern nutzen, um Rom mit ein bisschen weniger Menschenmengen zu genießen.

Danach waren wir ein bisschen in den Einkaufsstraßen unterwegs, unter anderem findet man Brandy Melville in der Nähe!

Am frühen Abend wollten wir zum Campo de Fiori. Der Markt schließt allerdings nachmittags, also nächster Tipp: Wer die Stände erleben will geht besser vor 16 Uhr hin.

Tag 4

Der letzte Tag meinte es dann wettertechnisch nochmal richtig gut mit uns. Sonne und ca. 20 Grad. Wir sind erst mittags los, da wir an dem Tag länger unterwegs bleiben wollten. Gegen 14 Uhr sind wir am Circus Maximus gestartet, wo es super leckeres Eis gibt. Danach sind wir am Tiber entlang gelaufen und zur Porta Portese. Dort soll eigentlich auch ein Markt für Antiquitäten sein, aber irgendwie hatten wir wieder Pech und er fand nicht statt. Von da aus sind wir zum Piazza Benedetto Cairoli, ein kleiner grüner Fleck in Mitten von Einkaufsstraßen- bei Sonne wirklich zu empfehlen, ein schöner Fotospot.

Danach ging es nochmal zum Piazza Navona, dieses mal mit mehr Glück. Es war weniger voll und wir konnten ganz wunderbare Fotos machen. Es treiben sich dort unglaublich viele Künstler, Musiker etc. rum, wodurch der Platz eine schöne Atmosphäre hat.

Um für den Abend fit zu bleiben haben wir eine kleine Kaffeepause im Casa& Bottega gemacht. So ein süßes Café und in einer kleinen Seitengasse etwas abseits der Menge. Außerdem sitzt man total schön und zahlt 2,50 für einen Soja Latte Macchiato, was ich überraschend günstig fand 🙂

Von da aus ging es dann nochmal zum Trevi Brunnen, dieses mal um ca. 19 Uhr schon etwas leerer.

Bei der Dämmerung sind wir durch den botanischen Garten Villa Borghese gegangen und haben bei Dunkelheit ein paar Aufnahmen am Tiber gemacht. Es lohnt sich wirklich, bis zum Abend in Rom zu bleiben und die Stadt mit all ihren Lichtern auch mal bei Nacht zu erleben. 

 

Wart ihr schon mal in Rom? Wenn ja, wie gefällt es euch dort? Schreibt mir doch gerne in die Kommentare 🙂

 

 

 

Frühlingsneuanfang

Es ist Frühling und Zeit für einen Neuanfang

Ich hab mich viel zu lang schon mit Zweifeln gequält,

habe die Momente gezählt, die auf der Pro Seite stehen

Habe versucht zu verstehen, warum ich nicht glücklich bin

Und habe mir eingeredet „wir kriegen das hin“,

Hab mir Mühe gegeben, es zu erzwingen aber

Es ist Frühling und Zeit für einen Neuanfang

Denn von Anfang an war es niemals leicht

Ich habe gedacht, dass das reicht, was uns zusammenhält.

Habe die Dinge gezählt, die dafür sprechen,

Habe darauf gezählt, dass du dich ändern willst

Habe gedacht wir kämpfen zusammen aber letztendlich

Stand da nur ich und hab’s allein ausgetragen,

Ich habe so viele Fragen und nie eine Antwort bekommen,

Jetzt ist Frühling und die Zeit für einen Neuanfang gekommen,

Es wird wärmer und ich will die Sonne reinlassen,

Hab es leid,  ein weiteres Lachen zu verpassen

Weil du es mir raubst,

Habe all meine Kraft aufgebraucht

Durch Festhalten an deinen falschen Versprechen

Durch letzte Chancen, die nie die Letzten blieben

und letztendlich ist da nichts als Leere geblieben

Doch jetzt ist Frühling und die Zeit für einen Neuanfang

Und manchmal fängt man am besten mit einem Schlussstrich an.

#2 Monatsreview: Märzmomente

Der März wäre dann auch geschafft und damit hoffentlich der letzte Monat mit Minustemperaturen. Ich bin mir sicher, jetzt kommt der Frühling wirklich! Und für mich stehen wieder einige Veränderungen an. Mein Praktikum ist jetzt vorbei und es kommt wieder ein neuer Abschnitt. Aber erstmal: Wie war der letzte Arbeitsmonat, was stand an den Wochenenden an, was habe ich erlebt, gemocht, gegessen und gesehen?

In a nutshell:

Die Hoffnung auf Frühlingsanfang, die leider zunächst enttäuscht wurde. Ein paar Urlaubstage, die genossen wurden. Etwas Chaos im Kopf und der Versuch, es über Aufräumen, Ausmisten etc. zu lösen. In freudiger Erwartung auf das was kommt. Gesundheitlich am Ende ganz schön ausgebremst. Das fasst meinen Monat wohl ganz gut zusammen 🙂

Lieblingsmomente

Kurzurlaub: Ich habe drei schöne Tage in Brüssel verbracht, aber dazu habe ich ja bereits einen eigenen Post  veröffentlicht 🙂

Ausmisten und Reinholen: Ich habe für den Flohmarkt am Anfang des Monats ordentlich ausgemistet, aber auch dazu habe ich ja bereits einen Beitrag veröffentlicht. Außerdem hab ich meine Wohnung ein bisschen neu gestaltet. Also alten Kram raus, neue Deko rein- sowas tut mir immer gut 🙂

Interior

 

1k: Klingt wahrscheinlich unbedeutend und etwas lächerlich, aber ich habe mich doch ziemlich gefreut, dass ich bei Instagram die 1000 Follower knacken (und trotz des ewig nervigen Follow-Unfollow-Spiels erhalten) konnte 🙂

Lieblingsfood

Cafe Frida in Bonn

Frida

Leckere Overnight Oats mit Obst und Nüssen. Eine unfassbar coole Atmosphäre und nette Bedienung. Ich will bald unbedingt wieder hin 🙂

Donuts in Brüssel

 

 

Auf Instagram entdeckt und musste getestet werden. Eine tolle Auswahl und der Laden ist sehr „instagrammable“ 😀

Das hat mich genervt

Krankheit: Ich hatte an dieser Stelle erst etwas anderes stehen, aber dass ich jetzt Ende des Monats noch ordentlich krank geworden bin, hat alles andere in den Schatten gestellt. Ich werde eigentlich nie krank und wenn ist es eine leichte Erkältung, bei der ich ganz normal weiter mache (arbeite, rausgehe und teilweise sogar trainiere, was wirklich nicht schlau ist). Aber dieses Mal hat es mich echt ausgeknockt. Komplett flach liegen und ans Bett gebunden sein, das fällt mir unfassbar schwer. In solchen Momenten wird einem erst bewusst, wie sehr man seine Gesundheit wertschätzen sollte! Wie toll es ist, dass einem der gesunde Körper so viel ermöglicht! Ich nehme mir wieder vor, dafür in Zukunft dankbarer zu sein!

Das habe ich entdeckt

The Bold Type: Und wieder eine neue Serie geschafft 🙂 Leider gibt es erst 10 Folgen. Eine super Mischung aus „schön anzusehen“ und Tiefgang. Eine Prise „Der Teufel trägt Prada“ gepaart mit „Sex and the City“ und dazu eine gute Portion Feminismus. An einigen Stellen sicher überspitzt (das klischeehafte Sekt trinken auf dem Garderobenboden…) , aber es dient ja auch dem Entertainment, also mir hat es insgesamt richtig gut gefallen 🙂

Airbnb: Lieber spät als nie! Ich habe endlich auch mal ein Zimmer über Airbnb gebucht und war ehrlich gesagt etwas nervös. Aber meine Erwartungen wurden absolut übertroffen, es war unkompliziert, super spontan und das Zimmer war wunderschön! Perfekt, wenn man sich erst 5 Tage vorher überlegt, in den Kurzurlaub zu fahren.

Was bringt der April?

Erstmal ist mein Praktikum vorbei und es gibt eine kurze, zwei wöchige Auszeit. Dabei werde ich mal wieder in die Heimat fahren, Eltern und Freunde besuchen und dann geht es nach ROM! Ich bin schon unfassbar aufgeregt und freue mich auf ein bisschen Sonne, viiiiele Fotos und einfach ein wenig rauskommen. Danach geht dann der Studentenwahnsinn wieder los. Für mich heißt es Bachelorarbeit schreiben, also es wird ernst. Es liegen sicherlich etwas stressige Zeiten vor mir, aber ich freue mich auch ein wenig darauf. Außerdem steht noch ein Konzert (Wombats) an. Und ich habe mir vorgenommen, meine Sportroutine etwas zu ändern. Ich bin seit Monaten ziemlich festgefahren mit meinem Trainingsplan und habe einfach Lust auf ein bisschen Abwechslung- mal sehen, was dabei rum kommt 🙂

MärzTitel

 

3 Tage und alle Jahreszeiten: Reisetagebuch Brüssel

Wie ich ja bereits erzählt habe, bin ich seit Anfang Januar im Praktikum. Da es für mich echt eine Umstellung war, vom lockeren Studentenleben plötzlich in einer 40 Stunden Woche plus Pendeln festzuhängen, hab ich die Wochenenden in letzter Zeit umso mehr genossen. Und jetzt standen ein paar Urlaubstage an, die ich unbedingt nutzen wollte. Da das Ganze super spontan war und ich eine Katastrophe im planen bin, haben wir uns entschieden, einfach drei Tage in Brüssel zu verbringen. Dort ist man von Bonn aus super schnell und ein Airbnb ließ sich auch spontan noch buchen 🙂

Tag 1: Donnerstag, 15.03.

Da ich gefühlt inzwischen zu einer nervigen Rentnerin mutiert bin, die nicht zu spät kommen und auch ja alles nutzen will, waren wir um Punkt 14 Uhr, genau zum Check-In, an der Wohnung. Ich hab vorher noch nie eine Reise über Airbnb gebucht und war etwas nervös. Fand die Vorstellung komisch, einfach bei jemand Fremden zu hausen. Aber das Zimmer war super schön, alles war echt unkompliziert und unser Host schien durch und durch Airbnbler zu sein- überall waren kleine Markierungen, Zettel, Hinweise, sodass sogar ich als „Anfänger“ nichts falsch machen konnte.

brüssel5

 

Leider meinte der Donnerstag es wettertechnisch nicht gut mit uns, wir hatten eigentlich durchgängig Regen. Trotzdem sind wir direkt los in die Stadt und haben im Jat Café eine kleine Essenspause eingelegt (naja, ich habe dort gegessen, mein Freund hatte vorher einen Burger im Schnellrestaurant- essenstechnisch sind wir nicht immer auf einer Wellenlänge 😀 )

brüssel2

brüssel12

 

Danach sind wir im Zentrum herumgelaufen, haben uns die Galerie Royale (auf dem Titelbild zu sehen) angeguckt und einfach einen ersten Gesamteindruck der Stadt bekommen. Und waren etwas verwirrt und orientierungslos. Und klitschnass. Aber zufrieden.
Total durchgefroren waren wir abends noch in dem wohl stylishsten Starbucks Café, das ich je gesehen habe- aber bei einem Kaffee für 4,50 (nochmal teurer als bei uns!) kann man das ja wohl erwarten:

Tag 2: Freitag, 16.03

Der Freitag machte dann alles wett. Sonne und 15 Grad. Meine Laune war super, ich hatte mich schon auf drei Tage Regen eingestellt. Mit niedrigen Erwartungen ist man einfach viel leichter glücklich zu kriegen.
Morgens hab ich mich ein bisschen in Saint-Gilles, wo unser Airbnb war, umgeschaut, habe meinem Freund den Besuch bei Urban Outfitters erspart und ihn dann zum Frühstück abgeholt. Wir waren im Café Hinterland, ich war glücklich mit meiner Müsli Bowl, mein Freund war etwas überfordert mit zu viel Bacon bei zu wenig Rührei, aber insgesamt war es doch sehr schön dort 🙂

brüssel3

Danach haben wir uns Ixelles angeguckt, ein kleiner Ort, der eine ganz coole Mischung aus hip und runtergekommen ist (und leider grad von einer riesigen Baustelle durchkreuzt wird, aber was soll’s). Von da aus sind wir weiter Richtung Stadt spaziert (allgemein sind wir eigentlich alle Strecken gelaufen, haben nur am ersten Abend eine Metro nachhause genommen weil wir so durchgefroren und müde waren…ich glaub ich hab mein Schrittziel fürs restliche Jahr erreicht).
Wir waren dann erst im Square du Petit Sablon und haben ein bisschen die Sonne genossen. Ungläubig darüber, dass sie immer noch da war. So stark, dass man draußen sitzen kann, ohne festzufrieren.

brüssel9

Eine Nachmittagspause gab es bei Coco Donuts. Ich hatte das vorab auf Instagram entdeckt und wollte unbedingt hin. Die Donuts sind echt riesig und das Café ist total süß eingerichtet. Sehr Instagrammable, was eh ein wenig an Priorität gewonnen hat, weswegen sich mein armer Freund in lauter kleinen Hipsterlokalen wiederfindet und mit gluten- und laktosefreier, veganer Nahrung konfrontiert sieht (…wenn es nicht grad zu viel Bacon ist 😀 )

Dann sind wir vorbei am Manneken Pis (warum zur Hölle ist das so eine Attraktion? Und warum gibt es Souvenirs, die Manekken Pis als Korkenzieher darstellen???) zum Grand Place gelaufen. Auch sehr schön so bei Sonnenschein. Der Rest des Tages war etwas Shopping, viel Rumlaufen und noch mehr Freude über das Wetter.

Tag 3: Samstag, 17.03.

Brüssel wollte uns wohl einfach mal alle Jahreszeiten präsentieren. Nach dem ersten herbstlichen Regentag, dem darauffolgenden Frühling bis Sommeranfang, erwartete uns am letzten Tag tiefster Winter. Schneesturm und Minusgrade- what? Ich war zugegebenermaßen ziemlich am Jammern, auf so eine Wetterlage war ich weder kleidungstechnisch noch mental vorbereitet. Also haben wir den Samstag ruhig angehen lassen, nach dem Auschecken waren wir im Apple Store, dann sind wir ein bisschen von Café zu Café geschlendert. Im Tich haben wir uns länger aufgehalten, ich hatte leckeres veganes Porridge, mein Freund hatte nichts 😀 Aber ich finde das Konzept des Ladens total schön, er ist sehr weitläufig, mit ganz unterschiedlichen, verteilten Sitzmöglichkeiten, außerdem kann man dort auch Bücher, Kleidung und Deko kaufen. Ein guter Platz um bei schlechtem Wetter Zeit totzuschlagen.


Danach sind wir dann auch nur noch einkaufen gegangen um ein Stück Belgien mit Nachhause zu nehmen und dann zurück gefahren 🙂

Fazit:

Trotz seltsamster Wetterbedingungen hatten wir ein tolles Wochenende. Brüssel ist teuer. Aber sehr sehr schön. Und ich werde sicher mal wieder kommen (um die restlichen Hipstercafés abzuklappern) 🙂

Definitionsproblem

Draußen hat es angefangen zu schneien, aber hier drinnen ist es trotzdem kälter.
Zwischen uns Eiszeit.
Und ich merke, dass Liebe nicht immer Glück ist, dass Gefühle für jemanden nicht immer Hand in Hand mit Glücksgefühlen gehen.
Dass wir uns plötzlich nichts zu sagen haben,
aber in mir drin schreit alles, tobt alles, wütet alles.
Zwischen uns Wirbelsturm.
Und ich merke, dass Leidenschaft manchmal Leiden schafft.
Mir wird abwechselnd heiß und kalt, weil ich für dich brenne, aber du manchmal mit deiner Stille die Funken in meinen Augen löschst. Das nennt man wohl Funkstille.
Zwischen uns Feuer.
Und ich merke, dass Lust und Frust nur ein Buchstabe trennt und bei uns manchmal noch weniger.
Dass meine Hand zwar in deine passt, aber du nicht zu mir.
Dass wir Gedanken und Wünsche und Träume teilen, aber uns ein Haufen Sorgen und Probleme trennen.
Dass wir es beide Liebe nennen, aber keine gemeinsame Definition dafür finden.

Weiberkram Wuppertal: 8 Dinge, die ich über Flohmärkte sagen kann

Meinen Umzug Ende letzten Jahres hatte ich für ein radikales Aussortieren genutzt. Denn beim Ausräumen meines Schrankes überkam mich eine Mischung aus Schock und Scham. Warum habe ich so viele Sachen, warum haben manche noch ein Schild dran und liegen seit Jahren in der Ecke rum ? Und: Wohin damit? Wieder mitnehmen, in der neuen Wohnung erneut mit Platzproblemen kämpfen, beim nächsten Auszug wieder der gleiche Ärger? Nein, es war klar für mich, dass alles raus muss. Also die nächsten Mädelsflohmärkte gegoogelt, Kai als Unterstützung ins Boot geholt und für den nächsten Termin in Wuppertal angemeldet.

Am letzten Sonntag war es dann so weit, um 10 Uhr haben wir auf- und um 17 Uhr völlig erschöpft wieder abgebaut. Wie es lief, was ich daraus gelernt habe und ob ich Flohmärkte empfehlen kann, habe ich mal in 8 Stichpunkten (und einigen Bildern) für euch zusammengefasst 🙂

 

1. Ich habe mehr als zwei Meter alte Klamotten 

Da die Standgebühren doch recht hoch waren dachte ich, mit zwei Metern komme  ich locker hin. Gott sei Dank hatten wir eh nur einen drei Meter Tisch und im Endeffekt eine riesige Portion Glück, dass wir mehr Platz nutzen durften. Denn selbst auf drei Metern wurde es sehr, sehr eng, meine Klamottenberge unterzubringen.

Weiberkram6

2. Seine Standnachbarn kann man sich nicht aussuchen 

Sieben Stunden sind eine lange Zeit auf engem Raum, wenn die Mädelshorde neben einem ein sehr lautes und schrilles Organ hat, gerne minütlich mit einem „Sektchen“ anstößt und ständig ihren Kram auf deinem Tisch ablegt (alles halb so wild, nicht zu ernst nehmen, falls eine von euch das mal lesen sollte 😀 ).

 

3.  Ein Spiegel hilft! 

Es war mir erst etwas zu lästig, extra meinen Ganzkörperspiegel mitzunehmen, aber es lohnt sich- die Leute probieren doch gerne mal was an und es lockt sogar Leute von anderen Ständen zu einem, die dann eventuell hängen bleiben 🙂

4.  Immer genug Wechselgeld dabei haben 

Zum Glück hatte ich noch dran gedacht, eine große Menge Kleingeld einzupacken, denn man muss doch recht häufig wechseln.

Flohmakrt2

5. Man sollte vorher alle Optionen für Kaffee und Snacks abwägen 

So ein Tag ist echt lang und Kaffee ist mein bester Freund. Auch Hunger kommt irgendwann, wenn man also wie ich nicht so auf Currywurst und Pommes (klassisches Flohmarktessen anscheinend) steht, sollte man sich ordentlich Vorrat einpacken (oooooder eine liebe Begleitung haben, die losläuft und Mittagessen bei Subway organisiert – danke Kai :-)! )

Weiberkram2

6. Als kleiner Mensch trifft man eine kleine Zielgruppe 

Ich hatte es befürchtet und es hat sich bestätigt: Da es sich bei meinen Sachen hauptsächlich um Größe 32-34 handelte, gab es nicht so einen großen „Kundenkreis“. Oft kamen Leute, waren interessiert an den Sachen und sind beim Blick auf die Größe direkt gegangen- das war schade, ich sollte wohl in Erwägung ziehen, das nächste Mal auf einem Kinderflohmarkt zu verkaufen 😀

 

7.  Gegen Ende werden die Leute immer geiziger

Wenn man ein paar ‚Lieblingsstücke‘ hat, die man nicht einfach so rauswerfen will, würde ich diese am Ende schnell wegpacken. Denn ehrlich gesagt ist ab 16 Uhr niemand mehr bereit, mehr als ein paar Euro für Sachen auszugeben. Und das war mir für manche neuwertigen Brandy Melville Pullover, Hollister Schals etc. doch zu schade 🙂

 

8. Es lohnt sich, wenn man Spaß dran hat 

Ich muss sagen, finanziell hat es sich nicht riesig gelohnt. Klar, ein kleiner Nebenverdienst kam bei rum, aber es floss auch Geld in Standgebühren, Kaffee, Snacks etc. Wenn man also wirklich nur und gerne recht viel Geld verdienen will, empfehle ich so einen Flohmarkt nicht zwangsläufig. Wenn man aber einfach Spaß an der Sache hat, sich auch über einen kleinen „Lohn“ für viel Arbeit freut und es einem zu schade ist, all seine alten Sachen  komplett wegzuwerfen, dann lohnt es sich auf jeden Fall 🙂

WEiberkram4

Die Sachen, die ich nicht losgeworden bin, werde ich wahrscheinlich jetzt spenden 🙂
Wie sieht es bei euch aus, hat schon mal jemand bei einem Flohmarkt mitgemacht? Oder seid ihr selbst gerne Käufer bei Flohmärkten? Oder grundsätzlich eher uninteressiert an sowas? 🙂 Schreibt mir doch gerne eure Meinung in die Kommentare ❤