Work in progress: Unzufriedenheit als Chance statt Sackgasse

“Excellence is not a destination; it is a continuous journey that never ends.” (Brian Tracy)

 

Fionas words in progress ist der Titel meines Blogs und ich würde auch meine Person selbst als work in progress bezeichnen. Und ich habe lange gedacht, dass das etwas Schlechtes ist. Aber in einem Gespräch mit einer sehr wichtigen Person ist mir klar geworden, dass es einen Unterschied gibt zwischen Unzufriedenheit und dem einfachen Wunsch, an sich zu arbeiten. Und mir wurde bewusst, dass ich vielleicht noch nicht 100%ig mit mir im Reinen bin, ich es aber nicht als Unzufriedenheit betrachten sollte. Ich bin noch nicht da, aber es ist okay, denn ich laufe weiter. Ich bin gar nicht wirklich unglücklich mit mir, nur habe ich immer den Drang, weiter zu wachsen. Und das ist gut so. Denn wo wären wir, wenn wir uns nicht weiter entwickeln würden?

Ich bin noch nicht da, aber es ist okay, denn ich laufe weiter

Schwierig wird es erst, wenn die Unzufriedenheit mit sich einen selbst ausbremst, lähmt und man sich selbst im Weg steht. Und wenn das passiert, wenn man das Gefühl hat, man ist an einem Punkt, an dem alles an einem falsch ist und man weder Kraft noch eine Idee hat, es zu ändern, dann wird es zu einem Problem. Ich habe das bei dieser Person miterlebt und da wurde mir der Unterschied klar: das eine ist Antrieb, das andere Ohnmacht. Während ich Kraft daraus ziehe, dass ich noch nicht bin, wo ich hin möchte, hatte es bei der anderen Person sämtliche Energie aufgesogen, überhaupt noch aufzustehen, geschweige denn weiterzugehen.

Und dann? Was hilft, wenn man gelähmt ist von den Selbstzweifeln und der eigenen Unzufriedenheit? Ich weiß sicherlich auch keine perfekte Lösung dafür, aber die Dinge, die ich für wichtig halte sind

  • Reden, Reden, Reden! Öffne dich einer Person, denn wenn es einmal ausgesprochen ist, kann man es viel besser angehen. Und es spricht auch gar nichts dagegen, sich Hilfe zu holen, sei es durch Freunde oder auch eine Therapie.
  • Ins kalte Wasser springen! Einfach anfangen, irgendwo. Vielleicht ist es erstmal nur eine Kleinigkeit, die man schafft und in eine Gewohnheit umwandelt. Und von da aus macht man weiter. Ich glaube es ist wichtig, sich wirklich umsetzbare Ziele zu setzen. Nur als Beispiel: „Ich werde heute XY erledigen!“ ist ein besseres Ziel als „Ich werde ab jetzt sofort  eine XY Person!“.
  • Perspektivenwechsel! Unzufrieden ist man nun eh schon einmal, von da aus kann es doch nur besser werden. Also jeden Erfolg auch als diesen wahrnehmen. Und sich dabei selbst nicht allzu ernst nehmen. Es geht auf jeden Fall immer irgendwie weiter. Und man hat jeden Tag aufs Neue die Chance, es besser zu machen.

Workinprogress

 

Das sind nur kleine Anregungen. Und ich weiß auch nicht, ob man jemals 100%ig ankommt, ich weiß nur, dass ich noch einen weiten Weg vor mir habe. Aber das macht mir keine Angst, ich finde es spannend, sich weiter zu entwickeln. Wie ist das bei euch? Geht es jemandem ähnlich? Schreibt mir doch gerne in die Kommentare 🙂

Ein Tag in Stuttgart: Picture Diary

Wer mir auf Instagram folgt und meine Stories schaut, ist wohl schon nicht drum herum gekommen: ich war diese Woche für einen Tagestrip in Stuttgart und habe mich ein bisschen in die Stadt verliebt 🙂

Mein Freund zieht für sein Praktikum für 3 Monate nach Göppingen, sodass wir uns den Ort anschauen und eine Wohnung besichtigen wollten. Da es doch eine weitere Strecke ist, haben wir uns ein Airbnb genommen und sind am nächsten Tag dann nach Stuttgart gefahren und das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Wir hatten einen wunderschönen Tag dort, die Stadt gefällt mir super gut – ich bin immer froh, neue Orte zu entdecken und umso begeisterter, wenn sie mich unerwartet total überzeugen 🙂

 

Wie gesagt waren wir am ersten Tag in Göppingen und haben uns nach der Wohnung auch noch das Örtchen angeguckt. Recht kleines, aber total niedliches Zentrum. Und Eis essen kann man dort ganz wunderbar, es gab unendlich viele Eisdielen für so eine kleine Stadt- natürlich haben wir erstmal eine davon getestet 🙂

 

 

Abends waren wir dann super platt von der langen Fahrt, der aufregenden Wohnungsbesichtigung (die übrigens erfoglreich war) und sind dann todmüde in unser Airbnb in Adelberg (10 Minuten von Göppingen) eingekehrt.

Dort wollten wir am nächsten Morgen noch ein bisschen Natur erkunden und haben uns das nahe liegende Kloster und den Stausee angeschaut.

göppingen17.jpg

Am frühen Mittag ging es dann nach Stuttgart und was soll ich sagen – die Stadt hat mich vom ersten Moment total fasziniert. Die Schlösser, die Parks, die schöne Einkaufsstraße, all die kleinen süßen Cafés (von denen ich ja leider nur eins besuchen konnte 😦 )…

 

Wir waren erst im Schlosspark, dann ein bisschen bummeln und sind in der Fluxus Temporary Concept Mall der Calwer Passage gelandet- ein total cooler Ort mit Pop-Up Stores für Vintage, Mode, Kunst…

 

Dort sind wir dann auch im Café Holzapfel gelandet- ein super schöner Laden mit tollem Iced Coffee 🙂

 

Danach waren wir dann noch am Feuersee (Bild oben rechts) und in der Mall „Das Gerber“, in der man- ganz zu meiner Freude- Urban Outfitters und Brandy Melville auf einmal findet 🙂 Danach sind wir wieder zurück gelaufen Richtung Schlosspark, haben uns Essen zum mitnehmen geholt und dort entspannt den Abend ausklingen lassen, bevor es an die vierstündige Rückfahrt ging.

Also insgesamt hatten wir einen anstrengenden, aber wunderschönen Kurztrip, haben viel gesehen, wenn auch lange nicht alles… ich weiß, dass ich wiederkommen möchte und kann jedem, der die Chance hat, empfehlen, sich Stuttgart mal anzuschauen 🙂

 

 

„Me Time“- über die Kunst alleine, aber nicht einsam zu sein 

 

 

Ich kenne so viele Leute, die immer unter Menschen sein müssen und früher war ich ganz genauso. Jede Sekunde musste verplant sein und am besten immer in Gesellschaft. Inzwischen habe ich mich in der Hinsicht stark verändert. Ich genieße es total, Momente für mich zu haben. Natürlich liebe ich meine Freunde und Familie, aber es tut manchmal einfach gut, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen, eigenen Bedürfnissen nachzugehen ohne Rücksicht nehmen zu müssen und einfach mal durchzuatmen. Und ich glaube auch, dass es wichtig ist, dass man das kann. Denn wenn man sofort Einsamkeit verspürt, sobald man alleine ist, ist das meiner Meinung nach ein Zeichen, dass irgendwas nicht im Reinen ist. Denn sonst kann es total schön sein, mal Zeit nur mit sich zu verbringen. Ein paar Dinge, die ich inzwischen ab und zu total gerne ohne Gesellschaft mache, sind:

 

Kaffee trinken: Früher hätte ich mich wohl nie alleine in ein Café gesetzt. Ich komme auch aus einer „Kleinstadt“, in der man quasi jeden kennt und da wäre es mir irgendwie unangenehm gewesen. Seitdem ich in Bonn wohne, gehört das für mich total dazu. Ich arbeite gerne bei einem Kaffee und sowieso ungern zuhause. Natürlich auch gerne mal mit „Study Buddies“ zusammen, aber es macht mir überhaupt nichts, alleine im Café zu sitzen- ganz im Gegenteil, produktiver bin ich so auf jeden Fall  🙂

 

 

Spazieren: Einfach spontan am Rhein spazieren, eine Runde durch die Stadt gehen oder ähnliches. In Ruhe nachdenken klappt dabei viel besser und da braucht es nicht immer eine Begleitung. Manchmal gehe ich einfach kurz nur eine kleine Strecke, um etwas frische Luft zu schnappen und Bewegung zu kriegen.

 

 

Gemütlicher Abend: Warum braucht man für einen Netflix oder DVD Abend immer eine Verabredung? Manchmal ist es auch schön, frei über den Film entscheiden zu können und nicht erst eine Diskussion darüber führen zu müssen- und Schokolade teile ich auch gar nicht sooo gerne 😀

metime3

Sport: Ich persönlich gehe total gerne alleine trainieren und verstehe die Leute nicht, die eine(n) Trainingspartner/-in als Motivation brauchen. Sowieso höre ich am liebsten Musik beim Sport und ziehe gerne mein eigenes Programm durch. Ab und zu mal eine Begleitung zu haben finde ich schön, aber für mein alltägliches Training habe ich eigentlich lieber meine Ruhe 🙂

 

Ich finde es inzwischen super wichtig, Zeit für mich zu haben. Das war wie gesagt früher anders, und ist auch bestimmt nicht für jeden so. Aber ich persönlich bin richtig ausgepowert, wenn ich nie mal Momente alleine habe. So sehr ich Zeit mit Freunden genieße, manchmal tut es einfach super gut komplette „Me Time“ zu haben. Ich finde es auch toll, wenn Leute alleine verreisen und möchte das irgendwann in Zukunft auch mal machen (vielleicht erstmal zur Gewöhnung nur einen kleinen Kurztrip).
Wie seht ihr das, braucht ihr auch diese Auszeiten oder seid ihr lieber immer unter Menschen? 🙂

metime5a

4 Tage, 2.000 Fotos, 100.000 Schritte : Rom Travel Diary

Ein Urlaub, der eigentlich der Erholung zwischen Vollzeit Praktikum und Bachelorarbeit dienen sollte: vier Tage Rom. Aber schickt man einen Hobbyfotografen und eine eifrige Instagrammerin auf Reisen, dann gibt es nur eine Priorität: jeden hübschen Spot in der gesamten Stadt abklappern, am besten komplett zu Fuß (insgesamt sind wir innerhalb Roms vielleicht drei oder vier Mal Metro/Bus/Straßenbahn gefahren) um auch ja nichts zu verpassen. Zwischendurch Stärkung durch Kaffeepausen und weiter geht’s. Schön war es- anstrengend, aber wunderschön! Kai, danke für den besten „Urlaub“, den ich mir hätte vorstellen können 🙂

In einem kleinen Travel Diary habe ich für euch unsere besten Momente festgehalten. Ich versuche mich auch halbwegs kurz zu fassen, da wir einfach genug Fotos gemacht haben, die viel aussagekräftiger sind als viele Worte 🙂

 

Tag 1

Nach kurzen Startschwierigkeiten auf Grund des Streiks am Flughafen sind wir dann doch noch sicher an unserem Hotel angekommen- allerdings erst nachmittags und schon ganz schön erschöpft. Von da aus ist es ein ganzes Stück mit dem Zug in die Innenstadt, deswegen haben wir beschlossen, am ersten Tag in Frascati zu bleiben, dem Ort unterhalb unseres Hotels, der Villa Grazioli  . Das war schon ein ordentlicher Fußmarsch und auf jeden Fall genug für den ersten Nachmittag.

 

 

Tag 2

Hochmotiviert und total gespannt ging es dann am Morgen endlich nach Rom. Gestartet am Kolosseum haben wir an diesem Tag wirklich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert, und das größtenteils zu Fuß. Erst Kolosseum, dann Vatikan (aber nur kurz von außen, ich habe das komplette Programm schon mit der Schule hinter mir), Piazza Navona, Pantheon, Trevi Brunnen…manches davon haben wir später aber nochmal gemacht, da es einfach zu voll für Fotos war 🙂

 

Tag 3

Der dritte Tag war etwas kühler und regnerisch. Wir sind vom Roma Termini vorbei am schönen Piazza Venezia mit dem Altare della Patria spaziert und waren dann in der Fox Gallery. Ein super süßer Laden für Kunst, Literatur etc.

Da es stärker anfing zu regnen sind wir danach mit dem Bus zu meinem absoluten Favoriten gefahren: Das Katzencafé Romeow. Dort gibt es vegane Getränke und Speisen und vor allem niedliche Katzen. Auch die Einrichtung ist total schön, einfach ein toller Ort, um ein bisschen vor dem schlechten Wetter zu flüchten.

Danach sind wir zur Spanischen Treppe gefahren. Der Regen war schwächer und nicht mehr unangenehm, aber noch stark genug, um einige Touristen zu vertreiben, sodass wir in Ruhe ein paar schöne Fotos schießen konnten 🙂 Also kleiner Tipp: Den leichten Regen nicht scheuen, sondern nutzen, um Rom mit ein bisschen weniger Menschenmengen zu genießen.

Danach waren wir ein bisschen in den Einkaufsstraßen unterwegs, unter anderem findet man Brandy Melville in der Nähe!

Am frühen Abend wollten wir zum Campo de Fiori. Der Markt schließt allerdings nachmittags, also nächster Tipp: Wer die Stände erleben will geht besser vor 16 Uhr hin.

Tag 4

Der letzte Tag meinte es dann wettertechnisch nochmal richtig gut mit uns. Sonne und ca. 20 Grad. Wir sind erst mittags los, da wir an dem Tag länger unterwegs bleiben wollten. Gegen 14 Uhr sind wir am Circus Maximus gestartet, wo es super leckeres Eis gibt. Danach sind wir am Tiber entlang gelaufen und zur Porta Portese. Dort soll eigentlich auch ein Markt für Antiquitäten sein, aber irgendwie hatten wir wieder Pech und er fand nicht statt. Von da aus sind wir zum Piazza Benedetto Cairoli, ein kleiner grüner Fleck in Mitten von Einkaufsstraßen- bei Sonne wirklich zu empfehlen, ein schöner Fotospot.

Danach ging es nochmal zum Piazza Navona, dieses mal mit mehr Glück. Es war weniger voll und wir konnten ganz wunderbare Fotos machen. Es treiben sich dort unglaublich viele Künstler, Musiker etc. rum, wodurch der Platz eine schöne Atmosphäre hat.

Um für den Abend fit zu bleiben haben wir eine kleine Kaffeepause im Casa& Bottega gemacht. So ein süßes Café und in einer kleinen Seitengasse etwas abseits der Menge. Außerdem sitzt man total schön und zahlt 2,50 für einen Soja Latte Macchiato, was ich überraschend günstig fand 🙂

Von da aus ging es dann nochmal zum Trevi Brunnen, dieses mal um ca. 19 Uhr schon etwas leerer.

Bei der Dämmerung sind wir durch den botanischen Garten Villa Borghese gegangen und haben bei Dunkelheit ein paar Aufnahmen am Tiber gemacht. Es lohnt sich wirklich, bis zum Abend in Rom zu bleiben und die Stadt mit all ihren Lichtern auch mal bei Nacht zu erleben. 

 

Wart ihr schon mal in Rom? Wenn ja, wie gefällt es euch dort? Schreibt mir doch gerne in die Kommentare 🙂

 

 

 

3 Tage und alle Jahreszeiten: Reisetagebuch Brüssel

Wie ich ja bereits erzählt habe, bin ich seit Anfang Januar im Praktikum. Da es für mich echt eine Umstellung war, vom lockeren Studentenleben plötzlich in einer 40 Stunden Woche plus Pendeln festzuhängen, hab ich die Wochenenden in letzter Zeit umso mehr genossen. Und jetzt standen ein paar Urlaubstage an, die ich unbedingt nutzen wollte. Da das Ganze super spontan war und ich eine Katastrophe im planen bin, haben wir uns entschieden, einfach drei Tage in Brüssel zu verbringen. Dort ist man von Bonn aus super schnell und ein Airbnb ließ sich auch spontan noch buchen 🙂

Tag 1: Donnerstag, 15.03.

Da ich gefühlt inzwischen zu einer nervigen Rentnerin mutiert bin, die nicht zu spät kommen und auch ja alles nutzen will, waren wir um Punkt 14 Uhr, genau zum Check-In, an der Wohnung. Ich hab vorher noch nie eine Reise über Airbnb gebucht und war etwas nervös. Fand die Vorstellung komisch, einfach bei jemand Fremden zu hausen. Aber das Zimmer war super schön, alles war echt unkompliziert und unser Host schien durch und durch Airbnbler zu sein- überall waren kleine Markierungen, Zettel, Hinweise, sodass sogar ich als „Anfänger“ nichts falsch machen konnte.

brüssel5

 

Leider meinte der Donnerstag es wettertechnisch nicht gut mit uns, wir hatten eigentlich durchgängig Regen. Trotzdem sind wir direkt los in die Stadt und haben im Jat Café eine kleine Essenspause eingelegt (naja, ich habe dort gegessen, mein Freund hatte vorher einen Burger im Schnellrestaurant- essenstechnisch sind wir nicht immer auf einer Wellenlänge 😀 )

brüssel2

brüssel12

 

Danach sind wir im Zentrum herumgelaufen, haben uns die Galerie Royale (auf dem Titelbild zu sehen) angeguckt und einfach einen ersten Gesamteindruck der Stadt bekommen. Und waren etwas verwirrt und orientierungslos. Und klitschnass. Aber zufrieden.
Total durchgefroren waren wir abends noch in dem wohl stylishsten Starbucks Café, das ich je gesehen habe- aber bei einem Kaffee für 4,50 (nochmal teurer als bei uns!) kann man das ja wohl erwarten:

Tag 2: Freitag, 16.03

Der Freitag machte dann alles wett. Sonne und 15 Grad. Meine Laune war super, ich hatte mich schon auf drei Tage Regen eingestellt. Mit niedrigen Erwartungen ist man einfach viel leichter glücklich zu kriegen.
Morgens hab ich mich ein bisschen in Saint-Gilles, wo unser Airbnb war, umgeschaut, habe meinem Freund den Besuch bei Urban Outfitters erspart und ihn dann zum Frühstück abgeholt. Wir waren im Café Hinterland, ich war glücklich mit meiner Müsli Bowl, mein Freund war etwas überfordert mit zu viel Bacon bei zu wenig Rührei, aber insgesamt war es doch sehr schön dort 🙂

brüssel3

Danach haben wir uns Ixelles angeguckt, ein kleiner Ort, der eine ganz coole Mischung aus hip und runtergekommen ist (und leider grad von einer riesigen Baustelle durchkreuzt wird, aber was soll’s). Von da aus sind wir weiter Richtung Stadt spaziert (allgemein sind wir eigentlich alle Strecken gelaufen, haben nur am ersten Abend eine Metro nachhause genommen weil wir so durchgefroren und müde waren…ich glaub ich hab mein Schrittziel fürs restliche Jahr erreicht).
Wir waren dann erst im Square du Petit Sablon und haben ein bisschen die Sonne genossen. Ungläubig darüber, dass sie immer noch da war. So stark, dass man draußen sitzen kann, ohne festzufrieren.

brüssel9

Eine Nachmittagspause gab es bei Coco Donuts. Ich hatte das vorab auf Instagram entdeckt und wollte unbedingt hin. Die Donuts sind echt riesig und das Café ist total süß eingerichtet. Sehr Instagrammable, was eh ein wenig an Priorität gewonnen hat, weswegen sich mein armer Freund in lauter kleinen Hipsterlokalen wiederfindet und mit gluten- und laktosefreier, veganer Nahrung konfrontiert sieht (…wenn es nicht grad zu viel Bacon ist 😀 )

Dann sind wir vorbei am Manneken Pis (warum zur Hölle ist das so eine Attraktion? Und warum gibt es Souvenirs, die Manekken Pis als Korkenzieher darstellen???) zum Grand Place gelaufen. Auch sehr schön so bei Sonnenschein. Der Rest des Tages war etwas Shopping, viel Rumlaufen und noch mehr Freude über das Wetter.

Tag 3: Samstag, 17.03.

Brüssel wollte uns wohl einfach mal alle Jahreszeiten präsentieren. Nach dem ersten herbstlichen Regentag, dem darauffolgenden Frühling bis Sommeranfang, erwartete uns am letzten Tag tiefster Winter. Schneesturm und Minusgrade- what? Ich war zugegebenermaßen ziemlich am Jammern, auf so eine Wetterlage war ich weder kleidungstechnisch noch mental vorbereitet. Also haben wir den Samstag ruhig angehen lassen, nach dem Auschecken waren wir im Apple Store, dann sind wir ein bisschen von Café zu Café geschlendert. Im Tich haben wir uns länger aufgehalten, ich hatte leckeres veganes Porridge, mein Freund hatte nichts 😀 Aber ich finde das Konzept des Ladens total schön, er ist sehr weitläufig, mit ganz unterschiedlichen, verteilten Sitzmöglichkeiten, außerdem kann man dort auch Bücher, Kleidung und Deko kaufen. Ein guter Platz um bei schlechtem Wetter Zeit totzuschlagen.


Danach sind wir dann auch nur noch einkaufen gegangen um ein Stück Belgien mit Nachhause zu nehmen und dann zurück gefahren 🙂

Fazit:

Trotz seltsamster Wetterbedingungen hatten wir ein tolles Wochenende. Brüssel ist teuer. Aber sehr sehr schön. Und ich werde sicher mal wieder kommen (um die restlichen Hipstercafés abzuklappern) 🙂

Weiberkram Wuppertal: 8 Dinge, die ich über Flohmärkte sagen kann

Meinen Umzug Ende letzten Jahres hatte ich für ein radikales Aussortieren genutzt. Denn beim Ausräumen meines Schrankes überkam mich eine Mischung aus Schock und Scham. Warum habe ich so viele Sachen, warum haben manche noch ein Schild dran und liegen seit Jahren in der Ecke rum ? Und: Wohin damit? Wieder mitnehmen, in der neuen Wohnung erneut mit Platzproblemen kämpfen, beim nächsten Auszug wieder der gleiche Ärger? Nein, es war klar für mich, dass alles raus muss. Also die nächsten Mädelsflohmärkte gegoogelt, Kai als Unterstützung ins Boot geholt und für den nächsten Termin in Wuppertal angemeldet.

Am letzten Sonntag war es dann so weit, um 10 Uhr haben wir auf- und um 17 Uhr völlig erschöpft wieder abgebaut. Wie es lief, was ich daraus gelernt habe und ob ich Flohmärkte empfehlen kann, habe ich mal in 8 Stichpunkten (und einigen Bildern) für euch zusammengefasst 🙂

 

1. Ich habe mehr als zwei Meter alte Klamotten 

Da die Standgebühren doch recht hoch waren dachte ich, mit zwei Metern komme  ich locker hin. Gott sei Dank hatten wir eh nur einen drei Meter Tisch und im Endeffekt eine riesige Portion Glück, dass wir mehr Platz nutzen durften. Denn selbst auf drei Metern wurde es sehr, sehr eng, meine Klamottenberge unterzubringen.

Weiberkram6

2. Seine Standnachbarn kann man sich nicht aussuchen 

Sieben Stunden sind eine lange Zeit auf engem Raum, wenn die Mädelshorde neben einem ein sehr lautes und schrilles Organ hat, gerne minütlich mit einem „Sektchen“ anstößt und ständig ihren Kram auf deinem Tisch ablegt (alles halb so wild, nicht zu ernst nehmen, falls eine von euch das mal lesen sollte 😀 ).

 

3.  Ein Spiegel hilft! 

Es war mir erst etwas zu lästig, extra meinen Ganzkörperspiegel mitzunehmen, aber es lohnt sich- die Leute probieren doch gerne mal was an und es lockt sogar Leute von anderen Ständen zu einem, die dann eventuell hängen bleiben 🙂

4.  Immer genug Wechselgeld dabei haben 

Zum Glück hatte ich noch dran gedacht, eine große Menge Kleingeld einzupacken, denn man muss doch recht häufig wechseln.

Flohmakrt2

5. Man sollte vorher alle Optionen für Kaffee und Snacks abwägen 

So ein Tag ist echt lang und Kaffee ist mein bester Freund. Auch Hunger kommt irgendwann, wenn man also wie ich nicht so auf Currywurst und Pommes (klassisches Flohmarktessen anscheinend) steht, sollte man sich ordentlich Vorrat einpacken (oooooder eine liebe Begleitung haben, die losläuft und Mittagessen bei Subway organisiert – danke Kai :-)! )

Weiberkram2

6. Als kleiner Mensch trifft man eine kleine Zielgruppe 

Ich hatte es befürchtet und es hat sich bestätigt: Da es sich bei meinen Sachen hauptsächlich um Größe 32-34 handelte, gab es nicht so einen großen „Kundenkreis“. Oft kamen Leute, waren interessiert an den Sachen und sind beim Blick auf die Größe direkt gegangen- das war schade, ich sollte wohl in Erwägung ziehen, das nächste Mal auf einem Kinderflohmarkt zu verkaufen 😀

 

7.  Gegen Ende werden die Leute immer geiziger

Wenn man ein paar ‚Lieblingsstücke‘ hat, die man nicht einfach so rauswerfen will, würde ich diese am Ende schnell wegpacken. Denn ehrlich gesagt ist ab 16 Uhr niemand mehr bereit, mehr als ein paar Euro für Sachen auszugeben. Und das war mir für manche neuwertigen Brandy Melville Pullover, Hollister Schals etc. doch zu schade 🙂

 

8. Es lohnt sich, wenn man Spaß dran hat 

Ich muss sagen, finanziell hat es sich nicht riesig gelohnt. Klar, ein kleiner Nebenverdienst kam bei rum, aber es floss auch Geld in Standgebühren, Kaffee, Snacks etc. Wenn man also wirklich nur und gerne recht viel Geld verdienen will, empfehle ich so einen Flohmarkt nicht zwangsläufig. Wenn man aber einfach Spaß an der Sache hat, sich auch über einen kleinen „Lohn“ für viel Arbeit freut und es einem zu schade ist, all seine alten Sachen  komplett wegzuwerfen, dann lohnt es sich auf jeden Fall 🙂

WEiberkram4

Die Sachen, die ich nicht losgeworden bin, werde ich wahrscheinlich jetzt spenden 🙂
Wie sieht es bei euch aus, hat schon mal jemand bei einem Flohmarkt mitgemacht? Oder seid ihr selbst gerne Käufer bei Flohmärkten? Oder grundsätzlich eher uninteressiert an sowas? 🙂 Schreibt mir doch gerne eure Meinung in die Kommentare ❤